viverrida: (books)
2016-10-02 10:12 pm
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Alles Fälschungen!

Oder: Wann hat man schon mal die Möglichkeit, im Codex Manesse zu blättern?

Schon seit einigen Monaten gibt es ein paar Orte weiter eine Ausstellung mit "Schätzen der mittelalterlichen Buchkunst aus zehn Jahrhunderten". Wie das mit Ausstellungen so ist, gelingt der Besuch entweder gar nicht oder erst kurz vor knapp. Letzteres war hier der Fall, wobei ich es immerhin eine ganze Woche vor Ausstellungsende geschafft habe. Hurra!
Das "Besondere" an dieser Ausstellung ist, dass es sich bei allen Werken um Faksimile, also originalgetreue Nachbildungen, handelt. Was als noch größere Besonderheit zur Folge hat, dass man in einigen der Werke blättern darf. Zum Beispiel im Codex Manesse. Und in den Trés Riches Heures du Duc de Berry. Und im Book of Kells. Erstere beide begegnen einem früher oder später, wenn man nach historischen Bildquellen für mittelalterliche Gewänder sucht. Letzteres... ist einfach unglaublich schön. Und unterscheidet sich bei den Illustrationen doch deutlich von all den anderen weltlichen und religiösen Werken, die zu sehen waren. Insgesamt waren das 76, also eine durchaus beeindruckende Ansammlung.
Es gab aber nicht nur Schönes für die Augen, sondern auch Informatives. Angefangen bei der Entwicklung der Schrift, über ägyptische Hieroglyphen, die Herstellung der alten Bücher (Materialbeschaffung, etc, erst schreiben und malen, dann binden), Herstellung der Faksimile...

Doch, ich bin wirklich froh, dass ich mir das nicht habe entgehen lassen.
viverrida: (books)
2013-08-19 10:54 pm
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Jennifer Estep: Elemental Assassin 6, 7

Ganz kurz und für beide passend: Charakterentwicklung all überall, Abweichung von der üblichen Erzählstruktur (soweit als vorhanden angenommen) und Endkämpfe in Partnerarbeit. Wohoo!
Außerdem ist Band 6 ein wahres Ironiefest und kommt mit einer Weiterentwicklung der Welt (wenn man so will) daher, auf die ich schon ein bisschen gewartet hatte. Alles in allem sehr erfreulich.
viverrida: (books)
2013-02-02 11:16 pm
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A Gentleman of Fortune

Der zweite "Fall" von Miss Dido Kent kommt wieder mit viel Charme und Beobachtungsgabe für Zwischenmenscheleien daher. Außerdem gibt es auf persönlicher Ebene Erfreuliches für Dido, die aber (ebenso erfreulich) ihren Eigensinn nicht plötzlich über Bord wirft.
Pluspunkt für den eigentlichen Aufhänger der Geschichte, der erst ziemlich zum Schluss so wirklich rauskommt.
viverrida: (books)
2013-01-19 10:19 pm
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Maggie Stiefvater: The Scorpio Races

Um mit dem anzufangen, was mir weniger gefallen hat: Das Buch hätte kürzer sein können. Ich mag lange Bücher und kann mich durchaus dafür begeistern, wenn sich eine Autorin Zeit nimmt, Charaktere einzuführen und der Leserin ein Gefühl für die Welt/Umgebung zu vermitteln, in der die Geschichte spielt. Aber wenn hier in (grob gesagt) der ersten Hälfte etwa 50 Seiten rausgekürzt worden wären, hätte das der Erzählung kaum geschadet, im Gegenteil. Ich war bis zu besagter Hälfte auch stark am Überlegen, ob ich das Buch nicht verkaufen soll, wenn ich damit fertig bin, und das ist kein gutes Zeichen, um es mal vorsichtig auszudrücken. Zu einem nicht geringen Teil lag das auch am Schreibstil. Ich habe mich mittlerweile ja doch (wider Erwarten, muss ich gestehn) mit erster Person Präsens als Erzählzeit/-form angefreundet. Aber bei zwei wechselnden "Erzählern"? Sorry, das funktioniert für mich überhaupt nicht. Zumal die beiden hier auch noch ziemlich exakt gleich klingen, so dass ich bis zum Ende des Buches, wenn ich bei den Kapitelüberschriften nicht aufgepasst hatte, manchmal erst auf der zweiten Seite eines Kapitels gemerkt habe, aus wessen Sicht gerade erzählt wird. Das hat es mir sehr, sehr schwer gemacht, mich in die Charaktere hineinzuversetzen, mit ihnen mitzufühlen. Schade. Und nervig.

Ungefähr ab der Hälfte des Buches kommt die Geschichte dann aber in Gang, und das muss ich der Autorin lassen: sie versteht es wirklich, Spannung zu erzeugen. Das ist dann auch der große Pluspunkt des Buches, dass man es ab einem gewissen Punkt kaum noch aus der Hand legen will. Oh, und die Pferde natürlich. Die sind toll. Und faszinierend. Und überhaupt.
Außerdem hat mir sehr gefallen, wie sich die – angenehm dezente – Liebesgeschichte (denn ganz ohne scheint es in einem Jugendbuch wohl nicht zu gehen) entwickelt hat.
Insgesamt also doch kein Fehlkauf und durchaus lesenswert.
viverrida: (books)
2013-01-07 10:23 pm
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A Moment of Silence, oder: Das fängt ja gut an!

"Das" ist in diesem Fall das aktuelle Lesejahr und die Aussage ist durchaus ernstgemeint. Das erste gelesene Buch dieses Jahres ist A Moment of Silence von Miss Anna Dean, ein Krimi, wie ihn auch Jane Austen hätte schreiben können. Und zwar nicht nur was den zeitlichen Rahmen der Handlung und die gesellschaftliche Umgebung angeht, sondern auch die Sprache, der feine Humor oder auch etwas bösere Spott über die diversen Eigenheiten und Unzulänglichkeiten der verschiedenen Charaktere. Überhaupt, die Charaktere. Liebenswert, schrullig, nervig, seltsam, arschig, bösartig, und noch vieles mehr, aber überzeugend und lebendig wirken sie alle. Dazu noch ein mysteriöser "Fall", bei dem zumindest ich tatsächlich bis zum Schluss am Miträtseln war.
"Delightful", wie die edle Leiherin so treffend sagte, und ich freue mich schon sehr auf die weiteren Bände der Reihe.
viverrida: (books)
2012-12-21 10:50 pm
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Zuletzt gelesen

(Noch im November beendet. Ja, ich lese gerade ziemlich langsam.)
Ava Gray: Skin Game
Lässt sich wohl am besten als Nackenbeißer in modernem Setting beschreiben; dabei etwas weniger pornös als erwartet. Die Story war nicht spektakulär, aber durchaus passabel und schnell gelesen. Die Nebencharaktere waren teils schon interessant, insgesamt aber etwas stereotyp. Dafür fand ich die beiden Hauptcharaktere ziemlich großartig (vor allem ihn) und das ist ja immer gut. *g* 
Kann man also durchaus lesen, wenn einem der Sinn nach derartigem steht, muss man aber nicht. Was die Autorin als Ann Aguirre schreibt, gefällt mir jedenfalls sehr viel besser.
Im Übrigen funktioniert so eine Geschichte für mich besser in Kurzform, siehe unten.

Davor gelesen:
Ava Gray: Be delicious (short)
Eine Kurzgeschichte, die auf der Homepage der Autorin kostenlos angeboten wird. Lässt sich ähnlich wie obiges Buch beschreiben, nur dass Nebencharaktere hier eine seeehr untergeordnete Rolle spielen (was ihre tatsächlichen Auftritte angeht, nicht in Bezug auf ihren Einfluss auf das Geschehen) und ich den weiblichen Hauptcharakter hier lieber mag als den männlichen, weil sie irgendwie... lebendiger wirkt und außerdem bemerkenswert klischeefrei, wenn man ihre "Umgebung" bedenkt. Empfehlenswert, sofern man mit dem Genre was anfangen kann.

Davor hatte ich den letzten Band der Sirantha Jax-Reihe gelesen, aber die bekommt einen eigenen Eintrag. Irgendwann.
viverrida: (books)
2012-09-05 11:28 pm
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Leseausbeute im August (erweitert)

Erweitert deshalb, weil ich das erste und letzte Buch hier im Juli bzw. September beendet habe.
Fangen wir mit dem letzten Buch des Julis an:

Joseph von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts
Aus der gleichen Sammlung wie das Irische Tagebuch. Las sich recht flott weg, unterhaltsame und kurzweilige Irrungen und Wirrungen, wobei mich die pubertären Gefühlsausbrüche des Protagonisten bisweilen ein klein wenig irritiert haben. Allerdings schien mir der Autor diese mit einer gewissen Ironie zu schildern, also hat das insgesamt schon gepasst.

Devon Monk: Tin Swift
Steamy! :-D Der zweite Teil ihrer Age of Steam-Trilogie las sich für mich Alles in Allem runder als der erste, es gab Luftschiffe (großartig!), dafür weniger anderweitige Maschinen (ein bisschen schade), die bereits bekannten Charaktere wurden näher beleuchtet, ein paar interessante neue eingeführt. In Sachen Romanzen könnte die Autorin meinetwegen ein bisschen subtiler sein, auch wenn mich das bisher nicht weiter stört. Einen (großen) Punkt Abzug gibt es aber, weil ich eine ausgeprägte Abneigung gegen Bauernopfer habe, vor allem, wenn sie von Anfang an offensichtlich sind. Billig. Und unnötig.
Wird mich aber trotzdem nicht vom nächsten Band abhalten.

Kameron Hurley: Infidel
In der Fortsetzung von God's War wird fröhlich weiter gemetzelt und gemeuchelt, man erfährt mehr über die verschiedenen Länder und Gesellschaft(sform)en auf Umayma und über die Käfer basierte* Technik und Magie der Welt.
Und natürlich über die alten und neuen Haupt- und Nebencharaktere. Ich bin seeehr gespannt, wo das alles noch hinführt; in diesem Band gab es da schon ein paar sehr interessante Entwicklungen auf persönlicher, biologisch/technisch/magischer und politischer Ebene.
* Die Idee finde ich ja nach wie vor einfach nur genial.

Kameron Hurley: Afterbirth
Ein faszinierender, neuer Blick auf die Welt der Bel Dame Apocrypha-Bücher. Erzählt aus der Sicht von Nyx‘ Mutter, einer interessanten Frau, die noch interessantere Entdeckungen macht. Eine Kurzgeschichte, die es bei aller Kürze schafft, den Charakter der Bakira so Dasheem – in den bisherigen Büchern nur am Rande erwähnt – unglaublich lebendig und „echt“ wirken zu lassen. Dass die Dame enthusiastische Sternguckerin ist, trägt zu meiner Begeisterung natürlich auch bei.

Kameron Hurley: The Seams Between The Stars
Hier wird der Blickwinkel (s.o.) noch einmal deutlich erweitert, weil diese Kurzgeschichte nicht auf Umayma, sondern auf anderen Welten, bzw. im Weltraum spielt. Ein paar hoch interressante (und brisante) Informationen erhält man da, wobei mich die Geschichte und Charaktere nicht so sehr gepackt haben, wie das bei Afterbirth der Fall war. Trotzdem sehr lesenswert, wenn man wenigstens God's War kennt.

Und auf zum September, wenn auch größtenteils noch im August gelesen:
Joe Abercrombie: Best Served Cold
Sehr genial. Zumindest für Leute, die etwas mir Rachegeschichten anfangen können.
Im Grunde kann man das Buch auch lesen, wenn man die First Law-Trilogie nicht kennt, aber die diversen, mehr oder minder langen Gastauftritte daraus bereits bekannter Charaktere machen halt doch viel mehr Spaß, wenn man diese Bücher auch gelesen hat. Zumal man dann auch einen gewissen... Überblick über die größeren Zusammenhänge und dergleichen hat.
Was mir bei der Trilogie noch nicht so sehr aufgefallen ist, bei Best Served Cold dafür aber umso mehr: Der Herr Abercrombie ist unheimlich gut darin, jeden seiner Charaktere mit Erzählperspektive ("POV character" klingt soviel einfacher *hust*) mit einer ganz eigenen Stimme auszustatten. Nicht nur, wenn sie direkt etwas sagen oder denken; für jeden Charakter ist Wortwahl, Satzbau und einfach die "Klangfarbe" der Sprache insgesamt in den jeweiligen Kapiteln eine andere, individuelle. In diesem Buch sind die Hauptcharaktere natürlich größtenteils recht verschieden, aber trotzdem. Ich bin neidisch.
viverrida: (books)
2012-07-31 11:12 pm
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Lesegedanken

Goodreads sagt, dass ich dieses Jahr schon 44 Bücher gelesen habe; das sind mehr als im gesamten letzten Jahr. Wir ignorieren an der Stelle einfach mal, dass bei der diesjährigen Zählung auch ein paar Novellas ("Novellen" sind für mich was anderes /Erklärbär) und Kurzgeschichten dabei sind.
Kein schlechter Anlass, mal etwas auszuprobieren, mit dem ich schon eine Weile liebäugle: Zu allem, was ich lese, wenigstens ein paar Sätze zu schreiben. Nicht unbedingt im Sinne von ernsthaften Rezensionen, sondern einfach ein paar – mehr oder minder spontane – Gedanken dazu. Daher auch "Lesegedanken", bzw. "gedankenlese". (Ruhe da hinten, ich mag seltsame Wortspiele!)

In diesem Sinne, die letzten beiden Bücher, die ich beendet habe:

Kameron Hurley: God's War
Huh. Was für eine Welt. Wahrlich keine schöne, aber mit einer Detailverliebtheit geschildert und so schlüssig durchdacht und ausgearbeitet, dass es einfach eine Freude ist. Außerdem Charaktere, die zwar nicht unbedingt sympathisch sind, aber ausgesprochen lebendig und "echt" wirken. Fast am meisten hat mich aber begeistert, dass man es hier mal nicht mit dem üblichen "westlichen" Einheitsbrei der Fantasy-/Sci-Fi-Welten zu tun hat, sondern die fragliche Welt – Umayma – deutlich von der Arabischen inspiriert ist. Es lebe die Abwechslung, vor allem wenn sie aus so kompetenten Händen wie Ms Hurleys kommt.
Und Nyx ist ein großartiger Charakter, jawohl.

Heinrich Böll: Irisches Tagebuch
Teil einer Reihe von Klassikern, gebunden, in handlichem Format, das sich ganz dekorativ macht im Bücherregal; irgendwann mal bei Bertelsmann erschienen und deshalb ohne ISBN. Hmpf. Wurde mir schon vor längerer Zeit von meiner Mutter ans Herz gelegt und vor einigen Tagen habe ich es mir dann recht spontan herausgegriffen.
Ich bin mir gerade nicht sicher, ob ich schon mal etwas von Böll gelesen habe, aber das Tagebuch ruft definitiv nach mehr. Seine Beschreibungen von Land und Leuten lassen bei aller feinen Melancholie doch sehr deutlich werden, wie sehr er Irland und seine Bewohner schätzt; ohne dass er übermäßig verklärt oder verkitscht, wohlgemerkt. Das Irland der 50er Jahre war nunmal kein Ort der grenzenlosen Freude.
Es gibt viele zitierwürdige Stellen, diese hier ist nur ein Beispiel dafür, wie er mit bildhafter Sprache das Beschriebene anschaulich macht, lebendig werden lässt: "Dunkelheit hing über Dublin: alles, was es zwischen Schwarz und Weiß an grauen Tönen gibt, hatte sich am Himmel sein eigenes Wölkchen ausgesucht, der Himmel war bedeckt wie mit einem Gefieder unzähliger Graus: kein Streifen, kein Fetzchen vom irischen Grün".
Ein bisschen hat mich das Tagebuch sprachlich ja an Catherynne M. Valente erinnert, was dann doch ein ziemliches Kompliment ist.


Fortsetzung folgt.
viverrida: (books)
2012-02-27 10:40 pm
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Eieiei a.k.a. Nachtrag zur Leseliste '11

Mir ist gerade beim Stöbern auf goodreads.com (böse Seite, seeehr böse Seite) aufgefallen, dass ich in meiner Leseliste vom letzten Jahr doch tatsächlich ein Buch vergessen hatte.
Im Juli hatte ich noch Fire von Kristin Cashore gelesen, das diese meine Vergesslichkeit ganz und gar nicht verdient hat. Ich hatte es zu meiner großen Verwunderung in der örtlichen Bücherei entdeckt – die zwar durchaus ein Regal mit englischen Bücher hat, aber da hält sich die Auswahl provinziell halt doch in Grenzen – und spontan beschlossen, es auszuleihen. Amazon hatte es mir immerhin auch schon empfohlen, aber kaufen wollte ich es nicht, dafür las sich die Beschreibung für meinen Geschmack zu sehr nach Mary Sue.
Das Buch selbst stellte sich dann allerdings als echte positive Überraschung heraus. Für ein Jugendbuch sind Geschichte und Verhalten der Charaktere doch angenehm "erwachsen" und realistisch und das Ganze kommt weitestgehend ohne die üblichen Klischees aus. Die Romantik kommt zwar auch nicht zu kurz, ist aber nicht Dreh- und Angelpunkt der Erzählung sondern einfach ein Teil des Geschehens.

Lesenswert.
viverrida: (books)
2012-01-04 11:00 pm
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Leseliste 2011

Immerhin 42 Bücher, was sich im Vergleich zu den 18 vom Vorjahr durchaus sehen lassen kann. Auch wenn es zu den vorsichtig anvisierten 50 dann doch nicht gereicht hat. Allerdings könnte man auch argumentieren, dass die Liveship Trader-Trilogie von Robin Hobb doppelt zählt, weil die Bücher im Schnitt 800 Seiten haben und die Schrift mit 37 Zeilen pro Seite doch nicht gerade klein ist.
Aber ich freue mich einfach mal, dass ich meine leserischen Vorsätze Vorhaben vom Anfang des Jahres (2011) alle umgesetzt habe.
Neu dabei (so mehr oder weniger) im zurückliegenden Jahr waren Kurzgeschichten; mit den in Blood Bank gesammelten doch so einige.

Liste und Meinungen )
viverrida: (books)
2011-12-21 12:41 am
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Ein anderes Bücherstöckchen

Bevor es im neuen Jahr dann mit dem eigentlichen weitergeht, hier ein kleines Stöckchen, das ich bei Xeledon eingesammelt habe.

Die Regeln:

* Schlage Seite 123 auf
* Suche den fünften Satz auf der Seite
* Poste die nächsten drei Sätze
* Wirf das Stöckchen weiter

Nicht aus meiner aktuellen Lektüre, weil die entsprechende Szene da doch ziemlich spoilert, sondern aus einem ganz anderen Buch, das noch auf dem Stapel beim Bett™ liegt.

Dieses Loch war der "Schwarze See", im "Plato", einem tiefen Ringgebirge, den man von der Erde aus gut studieren kann, wenn zwischen dem letzten Viertel und Vollmond die Schatten von Westen nach Osten hin fallen.
Diese schwarze Färbung findet sich auf der Oberfläche des Erdtrabanten selten. Man hat sie nur in den Tiefen des "Endymion", östlich vom "Frostmeer", auf der Nordhälfte erkannt und im "Grimaldi", dicht beim Äquator, am Ostrand des Gestirns.


Spannend, nicht wahr? Dieser Abschnitt stammt aus Jules Vernes Reise um den Mond und illustriert sehr schön das Problem, das ich mit diesem Buch hatte. Das Lesen war einfach... anstrengend. Ich mag den Mond ja nun wirklich, aber diese endlosen Beschreibungen im Mittelteil, während denen kaum etwas wirklich passiert, haben mich doch ziemlich bald ziemlich gelangweilt. Zumal mir auch der Sprachstil nicht so sehr zusagt, dass er das ausgleichen könnte; anders als beispielsweise bei Fontanes Wanderungen durch die Mark Brandenburg. Spannend finde ich auch das nicht, aber einfach schön zu lesen.
Um Jules Verne werde ich damit wohl künftig einen Bogen machen, wenn mir nicht gerade jemand, dessen Urteil ich vertraue, eines seiner anderen Bücher empfehlen sollte.

Zum Weiterwerfen... hmmm. Hoppi? Ansonsten darf, wer will.
viverrida: (fool)
2011-05-11 09:48 pm
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Doomsday?

Erkenntnis des Tages:
Wenn man gerade dabei ist, K.J. Parkers Scavenger-Trilogie zu lesen, dann macht man sich beim eher ungewohnten Anblick zweier Krähen auf dem First des Nachbarhauses, während rundherum schwarze Wolken aufziehen, schon so seine Gedanken.
Der nächste Weltuntergang kommt bestimmt, jaja.
viverrida: (fangirling)
2011-04-27 09:38 pm
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Mediales Bla.

Sollte jemand demnächst auf die Idee kommen, The Wars of Light and Shadow zu verfilmen, wäre ich übrigens dafür, dass Mike Dopud Talvish spielt. Weil und so.
(Was nun wirklich nicht heißen soll, dass die Bücher meinetwegen unbedingt verfilmt werden müssten. Das könnte kaum gut gehen.)

Außerdem könnte Frau Wurts dann so langsam mal wieder damit aufhören, meine Lieblingsnebencharaktere abzumurksen. Jaaa, ich weiß, wenn die alle immer überleben, wird es irgendwann unrealistisch. Trotzdem. *hmpf*
viverrida: (books)
2011-04-12 12:27 am
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Bücherstöckchen!

((der Übersichtlichkeit halber vordatiert))

Bei Pursi entdeckt und für übernehmenswert befunden. Ich kenne mich zwar gut genug, um nicht davon auszugehen, dass ich es tatsächlich schaffe, da jeden Tag etwas dazu zu schreiben, aber für regelmäßigeres Bloggen als bisher sollte es doch allemal reichen. *g*

Tag 1 – Das Buch, das du zurzeit liest
Tag 2 – Das Buch, das du als nächstes lesen willst
Tag 3 – Dein Lieblingsbuch
Tag 4 – Dein Hassbuch
Tag 5 – Ein Buch, das du immer und immer wieder lesen könntest
Tag 6 – Ein Buch, das du nur einmal lesen kannst (egal, ob du es hasst oder nicht)
Tag 7 – Ein Buch, das dich an jemanden erinnert
Tag 8 – Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert
Tag 9 – Das erste Buch, das du je gelesen hast
Tag 10 – Ein Buch von deinem Lieblingsautor
Tag 11 – Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst
Tag 12 – Ein Buch, das du von jemandem empfohlen bekommen hast
Tag 13 – Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst
Tag 14 – Ein Buch aus deiner Kindheit
Tag 15 – Das 4. Buch in deinem Regal v.l.
Tag 16 – Das 9. Buch in deinem Regal v.r.
Tag 17 – Augen zu und irgendein Buch aus dem Regal nehmen
Tag 18 – Das Buch mit dem schönsten Cover, das du besitzt
Tag 19 – Ein Buch, das du schon immer lesen wolltest

Sonderausgabe: Von der Schule, Büchern und dem Erwachsenwerden

Tag 20 – Das beste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 21 – Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast
Tag 22 – Das Buch in deinem Regal, das die meisten Seiten hat
Tag 23 – Das Buch in deinem Regal, das die wenigsten Seiten hat
Tag 24 – Ein Buch, von dem niemand gedacht hätte, dass du es gelesen hast
Tag 25 – Ein Buch, bei dem die Hauptperson dich ziemlich gut beschreibt
Tag 26 – Ein Buch, aus dem du deinen Kindern vorlesen würdest
Tag 27 – Ein Buch, dessen Hauptperson dein „Ideal“ ist
Tag 28 – Zum Glück wurde dieses Buch verfilmt!
Tag 29 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch verfilmt?
Tag 30 – Warum zur Hölle wurde dieses Buch noch nicht verfilmt?
Tag 31 – Das Buch, das du am häufigsten verschenkt hast
viverrida: (books)
2011-03-13 08:59 pm
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Tag 13 – Ein Buch, bei dem du nur lachen kannst

Jjjaa. Wenn sich die Frage so einfach beantworten ließe, hätte ich das vermutlich schon früher getan... Es war einmal Eine feine Gesellschaft, aber dass sich meine diesbezügliche Begeisterung etwas gelegt hat, habe ich ja schon mal geschrieben. Also fällt meine Wahl (weil mir partout nichts passenderes einfällt) auf The Keeper's Chronicles von Tanya Huff. Japp, alle drei Bände, weil man die zwar auch einzeln lesen kann, sie für mich aber zusammengehören.
Tiefsinnig ist sicher anders und der Humor ist auch davon abgesehen definitiv Geschmacksache, aber für mich funktioniert er bestens. Schon im ersten Band, der in Sachen Story und Charaktere durchaus noch so seine Schwächen hat, im zweiten noch besser und im dritten sowieso. Mag auch daran liegen, dass spätestens der letzte Teil der Trilogie für mich unter die Rubrik Parodie fällt, weswegen ich diverse Albernheiten umso mehr genießen kann. Gerade in Bezug auf das (Möchtegern)Böse; Selbstgespräche führende Hölle und so.
Überhaupt, Bücher in denen eine (sprechende) Katze eine nicht unwesentliche Rolle spielt? Können ja fast nicht anders, als mir zu gefallen. *g*

"What's an angel?" - "It's like a cat, only with two legs, minimal fur, and no tail." (The Second Summoning)
viverrida: (books)
2011-03-01 11:59 pm
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Tag 12 – Ein Buch, das du von jemandem empfohlen bekommen hast

Olive Kitteridge, geschrieben von Elizabeth Strout, empfohlen von [livejournal.com profile] linfer. Mal was ganz anderes als ich sonst so lese, und auch gleich noch ein Gewinner des Pulitzer-Preises, woohoo. Verdientermaßen, würde ich behaupten.
Sie lesen sich sprachlich unheimlich rund und ausgereift (angenehm, könnte man sagen, aber das reicht nicht weit genug), die mehr oder minder kurzen Einblicke in das Leben oft völlig unterschiedlicher Leute, in einem kleinen Küstenort in Maine. Nach und nach vermitteln die anfangs eher zusammenhanglos erscheinenden Kurzgeschichten ein vielschichtiges Bild nicht nur vom Leben in besagtem Ort, sondern auch von der Namensgeberin des Buches, Olive Kitteridge.
Ein weiterer Pluspunkt des Buches ist die Tatsache, dass ich schon während des Lesens beschlossen habe, dass es ein gutes Weihnachtsgeschenk für meine Mutter wäre. Nachdem sie mit Fantasy und Sci-Fi weniger anfangen kann, habe ich eher selten Bücher, die ich an sie weiterreichen, oder die ich ihr empfehlen kann. Da war ich über Olive Kitteridge – zu deutsch Mit Blick aufs Meer * – natürlich doppelt froh. Erst recht, weil es ihr auch ausgesprochen gut gefallen hat.


* Und nein, es ist kein Sommerbuch! Egal, was irgendwelche Leute irgendwo hinschreiben. Das klingt für mich so nach Strandlektüre, und gegen die hab ich zwar wirklich nichts (gegen "Sommerbücher" auch nicht), aber ich finde, das wird dem Buch nicht gerecht. Es liest sich zwar nicht kompliziert oder anstrengend, aber es plätschert auch nicht sommerlich dahin.
viverrida: (books)
2011-02-26 10:26 pm
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Tag 11 – Ein Buch, das du mal geliebt hast, aber jetzt hasst

Gibt es nicht. Es kann natürlich mal vorkommen, dass ich ehemalige Lieblingsbücher Jahre später/inzwischen nicht mehr so großartig finde oder nicht mehr viel damit anfangen kann, aber hassen? Nö. Und wenn meine Meinung von Büchern nicht nur schlechter, sondern wirklich schlecht geworden ist, dann habe ich sie nie "geliebt". (Wobei ich mit diesen Extremen eh nicht so richtig viel anfangen kann, aber das ist wieder was anderes.)
Neulich ist mir zum Beispiel beim Kramen auf dem Dachboden ein Kinder-/Jugendbuch mit dem Titel Myra begegnet und ich hab spontan angefangen, drin zu lesen. Huah, was für eine Mary Sue! Und das schon auf der ersten Seite... Ich kann mich allerdings nicht daran erinnern, ob ich das Buch überhaupt mal gelesen habe, – vermutlich schon, immerhin weiß ich wenigstens, dass ich es schon ziemlich lange habe – sonderlich gemocht haben kann ich es also nicht. Hm, Amazon erzählt mir gerade, dass die Erstausgabe von 1973 ist; das erklärt ein paar Dinge. *hust*
viverrida: (books)
2011-02-25 11:59 pm
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Tag 10 – Ein Buch von deinem Lieblingsautor

Ein Lieblingsautor? Ich bin mal so frei und nehme zwei, die da wären Timothy Zahn und Janny Wurts.
Mr Zahn habe ich durch seine Star Wars-Bücher kennen und schätzen gelernt, aber für ein einzelnes Buch fällt mir da vor allem The Green and the Gray ein. Einmal davon abgesehen, dass ich es ganz nett fand, zur Abwechslung mal ein Buch von ihm zu lesen, das eher Fantasy als Sci-Fi ist, schätze ich an der Geschichte vor allem die Tatsache, dass es zwar auf den ersten Blick ganz einfach scheint mit den Guten und den Bösen – aber eben nur auf den ersten Blick. Zusammen mit den beiden Hauptcharakteren ändert man seine Meinung im Verlauf des Buches häufiger, welche Seite denn nun die bessere ist; während zudem immer deutlicher wird, dass es sehr viel mehr als zwei Seiten in diesem Konflikt gibt. Abgesehen davon, dass am Schluss ein paar Dinge plötzlich arg schnell gehen, ein rundum (inklusive Schluss) empfehlenswertes Buch, das ein bisschen anders ist als andere, ohne dabei die Bücherwelt zu revolutionieren oder dergleichen.
Nachdem ich von Janny Wurts ansonsten nur die Wars of Light and Shadow-Reihe kenne, bei der es mir schwer fallen würde, ein einzelnes Buch rauszupicken, fällt meine Wahl auf To Ride Hell's Chasm. Eine abgeschlosssene Geschichte, der man nicht im geringsten anmerkt, dass sie mal eben zwischendurch als "Ablenkung" von oben genannter Reihe geschrieben wurde. Der Name ist Programm, vor allem in der zweiten Hälfte des Buches, wobei ich persönlich auch den Anfang schon spannend genug fand. Die Charaktere sind allesamt großartig, vor allem natürlich Mykkael, aber auch Anja, die zwar eine Prinzessin, aber beileibe kein Prinzesschen ist. Und die beiden zusammen sind sowieso einfach nur toll. Einziger Nachteil an dem Buch: dadurch, dass es so extrem schwer aus der Hand zu legen ist, kommt der Schluss viel zu früh. Den ich beim ersten Lesen spontan ein bisschen arg... vernünftig fand, der mir so im Nachhinein betrachtet aber ausgesprochen gut gefällt.
viverrida: (books)
2011-02-24 11:56 pm
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Tag 9 – Das erste Buch, das du je gelesen hast

Öhm. Das ist jetzt schon ein bisschen her, ne? Aber das erste, an das ich mich erinnern kann, ist Sonntags kommt die Zauberkatze von Karlhans Frank. Das war kurz bevor ich in die Schule kam, bei Freunden von damals, es war einiges los, weswegen (und natürlich, weil ich so gut nun auch noch nicht lesen konnte) ich nur sehr langsam vorankam. Für die erste Seite habe ich, glaube ich, eine halbe Stunde gebraucht. Aaaber ich habe gelesen, oh ja. Ein bisschen später hab ich von dem Buch noch ein zweites Exemplar geschenkt bekommen (und dann weitergeschenkt), es war wohl recht beliebt zu der Zeit. An viel mehr kann ich mich allerdings nicht mehr erinnern; vielleicht sollte ich es mal wieder rauskramen. *g*
viverrida: (books)
2011-02-23 11:36 pm
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Tag 8 – Ein Buch, das dich an einen Ort erinnert

Eine feine Gesellschaft von Frederic Art. Band 250 der Tom Prox-Reihe, wenn ich das richtig im Kopf habe. Gefunden habe ich das vor vielen, vielen Jahren in den Schulferien in einem Schrank bei meiner Großmutter mütterlicherseits. Zusammen mit noch ein paar anderen Büchern aus der Kinder-/Jugendzeit meiner Mutter, aber die sind/waren weniger interessant. Erinnern tut es mich an die Wiese hinterm Haus meiner Großmutter, wo ich auf einer alten Bundeswehrdecke unterm Pflaumenbaum liegend den Großteil des Buches das erste Mal gelesen habe. Den Baum gibt's inzwischen nicht mehr (die Decke wahrscheinlich auch nicht), und die Wiese ist im Sommer größtenteils von Spielzeug meiner zwei kleinen Cousinen bevölktert.
Das Buch habe ich vor nicht allzu langer Zeit mal wieder gelesen, und es war zwar immer noch unterhaltsam und witzig, aber... irgendwie doch nicht mehr so toll wie früher. Mag auch daran liegen, dass ich die ganzen lustigen Stellen immer noch größtenteils auswendig konnte (ich habe es damals wirklich ständig gelesen). Und ein klein wenig daran, dass mich mittlerweile die häufigen, mehr oder minder geglückten, englischen Einwürfe etwas stören. Vermutlich soll das weltmännisch wirken, oder was auch immer, aber wenn da steht, dass Jemand mit einem Andern "einen Speak" haben will, dann ähm, ja. Sorry, falsches Wort aus dem Wörterbuch gepickt. *hust*
Ich halte es trotzdem weiterhin in Ehren, auch wenn ich inzwischen mal ein anderes Buch der Reihe bei einem Online-Antiquariat für über 100 Euro gelistet gesehen habe.