viverrida: (books)
Oder: Wann hat man schon mal die Möglichkeit, im Codex Manesse zu blättern?

Schon seit einigen Monaten gibt es ein paar Orte weiter eine Ausstellung mit "Schätzen der mittelalterlichen Buchkunst aus zehn Jahrhunderten". Wie das mit Ausstellungen so ist, gelingt der Besuch entweder gar nicht oder erst kurz vor knapp. Letzteres war hier der Fall, wobei ich es immerhin eine ganze Woche vor Ausstellungsende geschafft habe. Hurra!
Das "Besondere" an dieser Ausstellung ist, dass es sich bei allen Werken um Faksimile, also originalgetreue Nachbildungen, handelt. Was als noch größere Besonderheit zur Folge hat, dass man in einigen der Werke blättern darf. Zum Beispiel im Codex Manesse. Und in den Trés Riches Heures du Duc de Berry. Und im Book of Kells. Erstere beide begegnen einem früher oder später, wenn man nach historischen Bildquellen für mittelalterliche Gewänder sucht. Letzteres... ist einfach unglaublich schön. Und unterscheidet sich bei den Illustrationen doch deutlich von all den anderen weltlichen und religiösen Werken, die zu sehen waren. Insgesamt waren das 76, also eine durchaus beeindruckende Ansammlung.
Es gab aber nicht nur Schönes für die Augen, sondern auch Informatives. Angefangen bei der Entwicklung der Schrift, über ägyptische Hieroglyphen, die Herstellung der alten Bücher (Materialbeschaffung, etc, erst schreiben und malen, dann binden), Herstellung der Faksimile...

Doch, ich bin wirklich froh, dass ich mir das nicht habe entgehen lassen.
viverrida: (fangirling)
Ich lese ja nun seit einer ganzen Weile John Scalzis Blog, zum einen weil ich seine Art zu schreiben einfach mag (fast noch mehr als in seinen Büchern) und oft seiner Meinung bin, zum andern weil er mehr oder minder regelmäßig (größtenteils) interessante Bücher vorstell(en läss)t und auch sonst immer mal wieder interessante Dinge verlinkt.
In letztere Kategorie fällt dieser Eintrag vom Anfang des Monats. Dem Link zu Jim C. Hines' Blog musste ich natürlich folgen, immerhin kann das Thema (die weit verbreitete Lächerlichkeit diversester Frauenbilder in Fantasy und Science Fiction) gar nicht genug Aufmerksamkeit bekommen. 
In den Kommentaren dort ("do not read the comments!" gilt da zum Glück nicht) stieß ich auf diesen Link, hinter dem ein Rüstungsschmied seine Meinung zu Rüstungen für Frauen kundtut, Lästereien und Haare raufen eingeschlossen.
Gleich zu Beginn des Artikels ist dieses Blog verlinkt, in dem Bilder von Frauen in vernünftigen Rüstungen gesammelt werden. Ich klickte mich fröhlich durch und stieß schließlich auf dieses Bild und somit auf Ruan Jia. Und bin nach wie vor schwer begeistert, um nicht zu sagen am ständigen Fangirlen.

Angelockt und zum Bleiben bewogen haben mich ja zunächst die Illustrationen, vor allem diese beiden. Bei ersterem finde ich so faszinierend, dass es insgesamt – wie eigentlich alle der Bilder – ja offensichtlich nicht "echt" aussehen soll. Trotzdem wirkt beispielsweise der Stoff am Ärmel so, als wäre er fotografiert. Hier hat mich anfangs das generische Meeehdchengesicht ziemlich gestört. Mittlerweile finde ich es in Verbindung mit den Klauen aber eher gruselig als sonstwas. (Und somit eine gute Wahl, ja. ;-) )
Und sollten jemals irgendwo Reisen zu Fantasy-Orten angeboten werden, würde ich mir diese Stadt zu gerne mal ansehen...
Aber endgültig zum Fangirl geworden bin ich durch die Kategorie "Concept & Sketches". Ich liebe die Wirkung von Licht und Schatten auf diesem Bild, genauso wie hier und hier. Gerade bei den letzten beide entsteht dadurch eine unheimliche Tiefenwirkung und sie erscheinen immer plastischer und echter, je länger man sie anschaut.
"Analoges" Kontrastprogramm! Es sieht so einfach aus...

So, genug gefangirlt. Zumindest für den Moment, ich hab da schon eine neue Künstlerin im Auge...
viverrida: (abend)
Man mag es kaum glauben, aber es haben sich mittlerweile doch tatsächlich ein paar Bewohner im Insektenhotel eingefunden. Ob‘s am neuen Standort liegt? Wer weiß.
Vor allem der angebohrte Holzblock erfreut sich einer gewissen Beliebtheit, und das bei mindestens zweierlei Spezies. Jedenfalls schließe ich das aus den zweierlei „Zimmertüren“. Dings.
Bei den Schilf- und Grashalmen scheinen sich auch ein paar Tierchen eingenistet zu haben, nur den löchrigen Ziegel mag wohl niemand so richtig. Nuja, vielleicht kommt auch das noch. Es sieht fast so aus, als ob schon ein paar Gäste ausgeflogen seien; ich werde das mal weiter beobachten

Beweisfotos )

Pampa '11

Jul. 4th, 2011 09:23 pm
viverrida: (kakapo)
(Bedingt durch akute Formulierungsunfähigkeit teils in Form von Stichpunkten. Öfter mal was neues ausprobieren und so.)

Dieses Jahr habe ich mir die ganze Woche gegönnt, und selbst das war noch zu kurz. Aber hey, besser als nichts.
Die dritte Pampa fand statt mit ein paar Tagen tropischer Hitze Anfang der Woche und... weniger erfreulichem Wetter ab der Hälfte.
Ohne Klettergarten (allgemein) und ohne Reiten (für mich), dadurch aber auch ohne Bremsenbisse/-stiche. Woho.
Dafür mit Wanderungen zur Ruine (inzwischen haben wir es, glaube ich, alle mal da hoch geschafft), und durch den Wald zu Waldseen mit torfigem Ufer (mit Wippfunktion! *schmopfschmopfwobbelwobbel*). Es gab das fast schon obligatorische Poi-Geschwinge (wir werden immer mehr, ha!), Poolnudelschlachten, um den Besetzer des roten Sessels zu stürzen, Hängesitze am Rand des Pools (sehr großartig zum Lesen, solange niemand im Wasser rumspritzt), Pooldance, nächtliches sowie tägliches Beisammensein im "Poolhaus" mit Handarbeitskreis, Laptopverkabelungen und Lästerrunden Momenten großer Einigkeit. Es wurde an einem Abend (teils gewandet) im Gasthaus diniert und im (Halb-)Dunkeln zurück zum Hof gewandert. Es wurden des nächtens Sterne, Raumstationen und Satelliten beobachtet und eine neue Religion gegründet (Fridgearians. Wir sind nur ein vergessenes Tiefkühlgericht rechts hinten in Gottes Kühlschrank). Das Grillen hat diesmal der Partyservice übernommen, und auch sonst mussten wir nicht gerade Hunger leiden.
Alles in allem also wieder eine großartige Zeit.
viverrida: (Default)
Nett wie ich bin, habe ich den Chor™ nicht nur als Gastsängerin unterstützt, sondern bin als "richtiges" Mitglied dem Verein beigetreten. Heute (ok, gestern) war nun die erste Hauptversammlung, die ich mitbekommen habe. Joah. Spannend ist anders, aber ich muss sagen, dass unsere Damen vom Vorstand das doch wirklich gut über die Bühne bekommen haben, dafür, dass das fällige Programm an sich jetzt nicht so den großen Unterhaltungswert bietet. Langweilig war es jedenfalls nie. Hauptpunkt waren – nicht nur zeitlich gesehen – neben den diversen Jahresrückblicken und Ausblicken verschiedene Ehrungen. Für 25- und 40-jährige Chorjubiläen, (fast) nie in den Proben gefehlt, besondere Verdienste um den Chor, und eben auch für die Neulinge, derer wir drei an der Zahl sind. Jetzt habe ich also eine Bronzene Ehrennadel/-brosche/whatever. Höhö. *g*
Wenn sich das bronzene Plakettchen nur nicht so mit der messingfarbenen Nadel beißen würde...
viverrida: (abend)
Sie ist tatsächlich, oh Wunder, schon fertig und sieht jetzt so aus:



Ich habe es doch bei dem einen zusätzlichen Streifen links (der gehört nicht zum eigentlichen Muster, aber ohne sah es mir so sparsam aus) belassen, weil ich finde, dass es so ein bisschen interessanter aussieht, als wenn es ganz symmetrisch wäre. Und ja, dass der oben einen Stich länger ist, ist auch Absicht. ;-)
viverrida: (abend)
Für den gestrigen zweiten war eigentlich ein Weihnachtsmarktbesuch geplant, aber nachdem das Wetter dann doch nicht so einladend war, wurde ein fauler Nachmittag auf dem Sofa draus. Ganz unproduktiv allerdings auch nicht, weil ich mir für dieses Jahr vorgenommen habe, mal wieder wenigstens ein, zwei Weihnachtskarten zu verschicken. Nachdem kaufen langweilig ist, bin ich der Idee gefolgt, die ich letztes Jahr schon hatte: Borte besticken und zu Karte verbasteln. Ganz fertig ist die erste Stickerei noch nicht, aber so sieht es bisher aus:



Der Rand gehört eigentlich nicht zum Muster, aber ohne sah es mir zu sparsam aus. Der Bortenrest, mit dem ich das letztes Jahr ausprobiert hatte, war wohl doch schmaler.
viverrida: (beckett)
Stoffrestekisten können etwas seeehr tolles sein, oh ja. Zumindest bei bestimmten Stoffläden. *g* Eine besondere Goldgrube für etwas ausgefallenere Dinge ist da "Ellen Stoffe" in Ravensburg. Ganz normale Sachen zu normalen Preisen findet man dort auch, aber in erster Linie eben Stoffe, die es sonst nicht überall zu kaufen gibt. Zum Bewundern findet man in dem Laden eh immer was, und manchmal muss auch was mit. Anfang der Woche standen da Körbe mit Stoffstücken für je einen, bzw. zwei Euro rum, und schon traten bei gewissen Personen sonst eher schlummernde Wühlmausgene in Aktion. *hust*

Sind sie nicht wunderwunderschn? )
viverrida: (Default)
oder: "Was tut ein Steinbock mit drei weißen Ziegen?" – "*schulterzuck* Jedem sein Fetisch."

Weil die Berge von vielen als reizvoll betrachtet werden und ein bisschen Bewegung ja selten schadet, fand sich letztes Wochenende ein Handvoll (bzw. zwei Hände, wir waren letztlich zu neunt) Pampabesucher im Bregenzer Wald ein, zum Zwecke gemeinsamen Wanderns. Herkunfts-/wohnortmäßig kam da mit u.a. Hamburg, Hannover und Graz wieder eine bunt gemischte Truppe zusammen. Inoffizieller Beginn war am Donnerstag, wo mit Ausnahme der beiden Hamburger im Laufe des Tages alle am Alpenrand ankamen. Großes Programm war da noch nicht, wenn man von einem kleinen Einkaufsausflug in die Schweiz und gemeinsamem Essengehen am Abend in Bregenz mal absieht. Aber hey, so habe ich immerhin ein paar Minuten Aida gehört, wenn auch aus einiger Entfernung.

Am Freitag stand dann die erste Wanderung auf dem Plan. Ich muss sagen, der Hochhäderich ist... interessant. *hust* Wobei auf dem Bild noch nicht einmal der interessanteste Teil des Weges auf dem Grat zu sehen ist; der war dann nett mit Stahlseil zum Festhalten und eher zum Klettern. Kann mich aber nicht beschweren, weil ich feststellen durfte, dass meine Höhenangst ziemlich selektiv ist, und die spezielle Strecke hat sie irgendwie überhaupt nicht weiter gestört. Eher im Gegenteil, ich muss sagen, dass mir die Kletterei da ziemlich Spaß gemacht hat.
Auf dem Rückweg haben wir bei einer Hütte Station gemacht, die Käsknöpfle serviert hat. Sehr lecker, auch wenn ich nachwievor die Variante mit Spätzle bevorzuge. So ein bisschen Lokalpatriotismus muss dann doch ab und an sein. ;-)
Der Abend war dann eher kurz, weil die Meisten doch ziemlich platt waren, weshalb ich für meinen Teil auch die Ankunft der Hamburger nicht mehr mitbekommen habe.

Die wurden dann am nächsten Morgen beim Frühstück begrüßt, das ein bisschen früher stattfand als das freitägliche, weil wir uns auch früher auf den Weg machen wollten. Diesmal ging es von Mellau aus auf die Kanisfluh. Das erste Stück mit der Seilbahn, wohlgemerkt; zu Fuß hatten unser quasi Gastgeber und ich uns das im Vorjahr angetan, weil die Seilbahn da grade Mittagspause hatte und wir keine knappe Stunde warten wollten. Es gibt so Dinge, die braucht man nicht zwingend mehrmals im Leben. *ugly*
Also zur Rossstelle hochgegondelt und von dort aus losmarschiert. Dank des ach so tollen Wetters in den Wochen davor war der Weg zumindest teilweise recht matschig, worüber sich die Freude allgemein in Grenzen hielt. Nicht dass es jenseits der Bäume so viel besser war; da hat die Sonne sich und die armen Wandersleut daran erinnert, dass es ja eigentlich schon noch Hochsommer ist. In Kombination mit dem doch recht steilen Anstieg ging das nicht nur mir ziemlich an die Substanz, weswegen der Großteil unserer Gruppe sich den Weg bis ganz nach oben gespart hat, und stattdessen auf dem Sattel zwischen den beiden Gipfeln eine etwas längere Pause eingelegt hat. Den Grat nach oben hätte ich allerdings auch bei kühleren Temperaturen nicht gehen wollen, der ist so der perfekte Auslöser für meine Höhenangst.
Der Rückweg hat sich dann schon deutlich entspannter gestaltet und auf einem der breiten, gemütlicheren Wege weiter unten gab es interessantes Viechzeug zu sehen. Oder eben auch nicht. Jedenfalls standen da zwei Frauen am Wegesrand, eine mit Fernglas, und redeten etwas von Steinböcken. Blieben wir also auch stehen und guckten. Das Getier an dem Hang, an dem wir zuvor unterwegs gewesen waren, bewegte sich auch irgendwann wieder hinter den Bäumen hervor und war- weiß. Tja. An der Stelle kam dann das Zitat vom Anfang dieses Eintrags zustande.

"Es gibt keine weißen Steinböcke! Das sind Ziegen."
"Aber da ist auch ein braunes Tier dabei."
"Was tut ein Steinbock mit drei weißen Ziegen?"
"Jedem sein Fetisch..."

Seltsam? Wir? Nee, wieso? *g*
Abends sind wir in einem Ort in der Nähe unserer Unterkunft essen gegangen, haben danach noch ein bisschen mit Poi gefuchtelt (manche von uns wenigstens) und waren ansonsten faul.

Ähnlich (also faul) haben wir auch den Sonntag gestaltet. Wegen allgemeiner Schlappheit übermäßiger Hitze sind wir nur ein bisschen in der näheren Umgebung rumgelatscht und haben uns ansonsten größtenteils im kühlen Innern des Hauses aufgehalten. Im Laufe des Tages haben sich sowohl die Hannoveraner als auch die Grazer auf den Weg gemacht, sodass die Runde beim abendlichen Kochen und Essen doch deutlich kleiner war. Was die Sache nicht weniger unterhaltsam machte. Was tun, wenn man an den Inhalt einer Weinflasche mit Korken will, sich aber kein Korkenzieher finden lässt? Ganz einfach, man nehme eine Schraube, einen Schraubendreher, und eine Zange. Klingt komisch, funktioniert aber. Lernen fürs Leben und so. *g*
Nachdem es tagsüber so heiß war, war es nach Sonnenuntergang immer noch schön warm, sodass wir draußen sitzen und den (fast) Vollmond anjaulen/bewundern konnten. Hach ja. Ein schöner Ausklang des verlängerten Wochenendes; am Montag ging es nach dem Frühstück los Richtung Bregenz, von wo ich mit dem Zug weitergefahren bin, während der verbliebene Rest gen Flughafen und von dort nach Schottland gereist ist.
viverrida: (Default)
... ich bin nur meistens einfach zu faul. *ugly* Also etwas verspätet zum letzten Wochenende, oder vielmehr zum Samstag, den Sonntag hab ich größtenteils an der Sonne liegend verbracht. (Was angesichts des Wetters an den Tagen davor schon ein erwähnenswertes Ereignis ist. Aber lassen wir das.)
Zum Samstag also. Ein schöner Tag, der erste nennenswert schöne in dieser Gegend seit einiger Zeit, und damit wie geschaffen für ein Sommerfest im Grünen. Zwei aus meiner Irish Set Dance-Truppe haben wie schon im Jahr davor (und davor und davor... aber da kannte ich die Leute ja noch nicht) auf ihren Bauernhof geladen, zu gutem Essen, Tanz, geselligem Beisammensein und Scheunenkino. Fürs Buffet hatte jeder irgendwas mitgebracht, wodurch es für alle Geschmäcker etwas gab; getanzt wurde diverses aus verschiedenen Ländern – französisch, israelisch, griechisch und dergleichen mehr. Und natürlich irisch. *g* Uuund ich kann jetzt endlich Mazurka tanzen. Nicht dass das sonderlich schwer wäre, aber wenn es einem halt nie jemand beibringt...
Außerdem bin, oder vielmehr wurde, ich auf die Musik von Cantovivo gestoßen. Dorten kann man sich ein paar von ihren Lieder anhören. Hachedihach.
Nachdem es dann dunkel geworden ist, haben sich die meisten Anwesenden in der Scheune versammelt. Gezeigt wurde "Gucha", ein Film über das gleichnamige serbische Musikfestival. Die eingebaute Liebesgeschichte hat kitschig und pathetisch zwar neu definiert, aber insgesamt ein netter Film, auf den man sonst nicht so ohne weiteres stoßen würde, und mit toller Musik. Sofern man Blasmusik mag, was ich aber tue. *g*
So gegen halb eins war ich dann wieder daheim. Ideale Voraussetzungen also für einen faulen Sonntag auf der Wiese hinterm Haus.
viverrida: (beckett)
Am Wochenende war es mal wieder so weit: das inzwischen zur Institution werdende (wheee!) Treffen in der fränkischen Pampa stand an. Eigentlich ging es am Montag schon los, aber ich bin immer noch zu nett/doof für diese Welt und durfte deswegen am Donnerstagnachmittag noch arbeiten. Hmpf. Aber nach fünfeinhalbstündiger Zugfahrt und dann nochmal etwa einer halben Stunde im Auto (yay Abholservice!) war ich am Freitag so gegen drei dann auch endlich mit von der Partie. Nach dem ersten Besuch in meinem Zimmer, das ich unter anderem mit [livejournal.com profile] grashuepfer geteilt habe, ging es erstmal direkt in den Pool. Hach, der Pool... *herzchen* Dieses Jahr war er doch ein ganzes Stück wärmer als im letzten Jahr, was ihn gleich nochmal toller gemacht hat. Ansonsten ging der Freitag eigentlich relativ faul vorüber, unterbrochen von Welpen ansqueen, ersten Poi-Versuchen, Planschen im Pool, Lesung der ganz speziellen Art, uuund natürlich der großartigen Feuershow von R. Die allerdings etwas verspätet begann, weil da gerade die Hofherrin den Poolputzroboter eingestöpselt und in den Pool gesetzt hatte. Der musste dann natürlich erstmal ausgiebig bewundert werden. *hust* Nach der Show gab es dann allerdings breite Zustimmung zu dem denkwürdigen Satz: "Du bist besser als der Poolroboter!" Wobei letzterer doch nochmal gewürdigt und angefeuert wurde. Natürlich ohne dass bei denen, die da am Beckenrand standen, Alkohol im Spiel gewesen wäre. Versteht sich ja von selbst.
Der Samstag begann dann vergleichsweise früh. Die Meisten haben sich zu einem Klettergarten begeben, aber zusammen mit zwei weiteren Damen aus unserer Runde habe ich meinen Hintern nach etwa sieben Jahren mal wieder auf ein Pferd geschwungen. Oh, er hat es mir nicht gedankt. *ugly* Schön war es aber trotzdem, auch wenn ich mir dabei einen Bremsenbiss an meinem Knöchel eingefangen habe, der mittlerweile so stark angeschwollen ist, dass ich kaum noch laufen kann. Grrrr!
Am Nachmittag war man dann eher faul, im Pool, hat mit Schwertern gespielt, Plastikflaschen geköpft, wieder mit Poi gerudert, über die Bravo gelästert, getanzt... und am Abend kam die Presse. *hust* Nachdem die Hofbesitzerin eh so begeistert von uns ist und war (dieses Jahr gab es sogar einen Geschenkkorb von uns, weil es uns so freut, wenn man sich über uns freut *g*), fand sie wohl, das wäre auch gute Werbung für den Hof, wenn die Zeitung über uns und unsere Aktivitäten berichtet. Jau. Machte einen sehr netten und kompetenten Eindruck der Mensch, hat sich auch alles erklären lassen und fleißig nachgefragt. Und geknippst. Schwertgefuchtel, Getanze, und eine Feuershow gab es für ihn dann auch nochmal. Jetzt sind alle auf den Artikel gespannt. *g*
Gegen kurz nach neun und somit viel zu früh war das Pampatreffen dann am Sonntagmorgen für meinen Fahrer und mich vorbei, weil er an dem Tag leider noch anderes zu tun hatte. Wenigstens verlief die Fahrt nett und entspannt. Und die Vorfreude aufs nächste Jahr hat sich auch schon eingestellt. *hibbel*
viverrida: (Default)
Weil der geneigte Gartenfreund auch den heimischen Nützlingen etwas Gutes tun will, baut er ihnen eine passende Behausung, auf dass sie wachsen und gedeihen und dem Ungeziefer den Garaus machen mögen.

Man nehme eine Weinkiste und tackere innen rundherum Hasendraht (oder dergleichen) fest, damit keine Nager auf die Idee kommen, sich an den Hotelgästen zu bedienen. Das Ganze dann noch zum Schutz vor Witterungseinflüssen mit Schilfmatten (Badematten tun‘s aber auch) auskleiden. Unten einen löchrigen Ziegel reinlegen, ein Brett dahinter, den Leerraum dahinter mit Holzwolle oder Stroh füllen. Darauf ein Stück Hartholz, in das man Löcher von unterschiedlichem Durchmesser und unterschiedlicher Tiefe gebohrt hat. Ganz durchgebohrt sollen sie allerdings nicht sein. Leerraum wieder ausstopfen.
Für die obere Etage des Hotels besorge man sich (von woher auch immer) mehrere Arm voll Gras- und Schilfstängel unterschiedlichen Durchmessers, markig und hohl, schneide sie etwa fünf cm kürzer zu, als die Kiste tief ist, und achte dabei darauf, dass eventuell anwesende Katzentiere die Stängel vor Begeisterung ("Spielzeug! Alles meins!") nicht kurz und klein spielen. *hust* Die zugeschnittenen Stängel bis an die hintere Wand schieben. Wenn keine mehr Platz haben, Hasendraht vor die obere Etage tackern, damit die zukünftigen Bewohner nicht vom Specht gefressen werden. Jetzt noch Dachpappe auf‘s Dach und an die Rückwand (und wenn vorhanden Ziegel auf‘s Dach) und dann das Hotel an einen sonnigen Platz stellen, Frontseite nach Süden ausgerichtet, mindestens 30 cm überm Boden, damit es bei Regen vor Spritzwasser geschützt ist. Und ... warten, dass die ersten Gäste einziehen.

So sieht das Ganze dann aus:

viverrida: (Default)
Ich weiß nicht, ob man die Szenen kennen muss und/oder einen etwas seltsamen Sinn für Humor braucht, um etwas dran finden zu können, aber mich amüsieren die Bilder. *g* (zweimal aus Sherlock Holmes, dreimal aus Dead like me)

Biddeschn )

Ähhh...

Mar. 27th, 2010 12:38 am
viverrida: (faultier)
Unverhofft kommt oft. Oder so.
Kam heute nach der Chorprobe unsere Dirigentin zu mir: "Du spielst doch Piano, oder?" - "Äh, nee. Ich würde zwar gerne, aber, nein." - "Aber irgendein Instrument spielst du doch?" - "Naja, vor vielen Jahren mal Blockflöte, aber..."
Jedenfalls erzählte sie mir dann, dass es da so ein Mentoren-Programm gibt, bei dem man ein paar Mal am Wochenende Kurse besucht und dann einen Wisch bekommt, dass man das gemacht hat und kann und bla, weil sie eben vorhat, sich so drei, vier stellvertretende Chorleiter heranzuziehen, die dann auch mal kleinere Stücke dirigieren können und dergleichen. Sie meinte, ich solle mir das mal überlegen, sie könne sich das jedenfalls gut vorstellen.
Also, ich meine, ich fühle mich ja geehrt und so, aber wie kommt sie darauf? Nachdem nächste Woche die Probe ausfällt habe ich jetzt immerhin zwei Wochen Zeit, mir das durch den Kopf gehen zu lassen, aber... aaaaaaaaaahhhhhhhhh! Habe ich schon erwähnt, dass ich zwar Noten lesen, aber nur mehr schlecht als recht vom Blatt singen kann? Und überhaupt. Ich hasse es, mich (alleine!) vor Menschen hinzustellen und Dinge zu tun. Hngs. Hnnnng.

*träller*

Feb. 26th, 2010 11:58 pm
viverrida: (Default)
Gerade von der dritten Chorprobe seit... etwa zehn Jahren zurückgekommen, und heute hatte ich dann doch wenigstens zeitweise das Gefühl, zu wissen, was ich da tue. Sehr angenehm, muss ich schon sagen. Und in erster Linie den Übungs-CDs zu verdanken – gibt es für alle vier Stimmen, mit jeweils dem kompletten Werk (in diesem Fall "Ein deutsches Requiem" von Brahms) zweimal drauf. Bei der einen Aufnahme ist die eigene Stimme akustisch hervorgehoben, die zweite kommt dann ganz ohne die eigene Stimme aus. Um letztere Version habe ich bisher einen Bogen gemacht; man muss es ja nicht gleich übertreiben. *hust* Aber zum Mitsingen und Üben, wie gesagt, eine feine Sache, vor allem wenn man – wie ich – zwar Noten lesen, aber nicht (mehr) danach singen kann. Wobei ich das Gefühl habe, dass auch das so langsam wieder besser wird.
Zu der ganzen Sache gekommen bin ich über meine Schwiegercousine (die Frau von meinem Cousin halt), die vor ein paar Wochen bei einem Verwandtschaftsbesuch mal so ziemlich aus heiterem Himmel meinte, ob ich denn nicht in einem Chor singen wolle. Und nachdem ich in den zehn Jahren dazwischen iiirgendwann meiner Mutter gegenüber mal erwähnt hatte, dass ich das tatsächlich gerne wieder machen würde, wurde dann recht schnell beschlossen, dass ich da mal mitgehe. Joah. Tat ich, und hab es bisher nicht bereut. *g* Nun habe ich also wieder einen Chor und netterweise sogar einen, bei dem ich nicht vorsingen musste; das Grauen davor war immerhin einer der Gründe, warum ich mir nicht schon früher wieder einen gesucht habe.
viverrida: (fool)
Wobei es doch eher Schnee als Eis war, aber ich mag den Funkensonntag trotzdem. *g* (Hat auch den enormen Vorteil, dass man immer nur etwa ein Jahr auf den nächsten warten muss, nicht wie bei gewissen Büchern gewisser Autoren... ) Kurze Erklärung für die Unwissenden: Am Sonntag nach dem Aschermittwoch wird hierzugegend auf einem großen Feuer (dem Funken) symbolisch der Winter (in Gestalt einer Hexe) verbrannt. Längere Version gibt's auf Wikipedia. ;-)
Das Bild ist vom vorletzten Jahr, nachdem ich diesmal meine Kamera daheim gelassen hatte, in dem Glauben, ich hätte letztes Jahr Bilder gemacht. Da war der Wunsch mal wieder der Vater des Gedanken.

Feuer und Schnee, auch wenn man von letzterem nichts sieht )


Sonst so: Kroküsser! :-D Gestern die ersten vor dem Haus entdeckt, auch wenn man sie bisher nur als zukünftige Krokusse erkennen kann, wenn man weiß, dass im letzten Jahr an der Stelle welche standen. *hust* Egal, der Frühling naht, da ändert auch die hartnäckige Schneedecke (so 20 cm werden's wohl noch sein) hinterm Haus nichts. Wheee!
viverrida: (Default)
Nachdem ich vor Weihnachten durch einen Link in einem gewissen grünen Forum auf diese tolle Seite hier gestoßen bin und gleich das Stickzeug zur Hand nehmen musste – da sind aber auch schöne Muster dabei *murmel* –, habe ich mich heute mal wieder am Stricken versucht. Also, ich muss sagen, dafür dass das seit etwa fünfzehn Jahren (seit der Grundschule jedenfalls) das erste Mal war, hat es eigentlich recht gut geklappt. Glatt rechts und das übliche Rippenmuster (zwei links, zwei rechts halt) kann ich immerhin wieder. Geht doch nichts über eine Mutter, die in der Hinsicht Ahnung hat und einen antreibt. *g* Für nach dem Probestückchen stehen Arm- und Beinstulpen auf dem Plan. Das wird ein Spaß, aber ich gehe einfach mal davon aus, dass ich auch den Kampf gegen mehr als zwei Nadeln gewinnen kann. Oder vielmehr hoffe ich es.
viverrida: (Default)
Ich habe Earbags*! Ha! Nachdem ich letztens in Ravensburg vergeblich unter anderem ein großes Sportfachgeschäft und zwei eigentlich gut sortierte Outdoorläden abgeklappert hatte, bin ich heute in der Biwakschachtel in Tübingen auf Anhieb fündig geworden. Hach. Toller Laden. Und netter Verkäufer. *dumdidum* Jedenfalls kann der Winter kommen, jetzt wo ich mir unter meinen Hüten und sonstigen Kopfbedeckungen (nein, Wollmützen kann ich nicht leiden, wieso?) nicht mehr die Ohren abfrieren muss.
Und auch sonst war der Tag recht erfolgreich; Fahrkarten für den Jahreswechsel gekauft, ein Weihnachtsgeschenk besorgt, ein weiteres bestellt, nicht den halben Schokoladenmarkt leergekauft, auch wenn es teilweise schwerfiel... Viele schöne Sachen gab es da, neben den obligatorischen Kuriositäten, versteht sich. Mit Schokolade überzogene Kakaobohnen- ähh...innereien schmecken jedenfalls sehr interessant, muss ich sagen. Das gute interessant. *g* Insgesamt lohnt das Schokoladenfestival (und Tübingen sowieso) auf jeden Fall einen Besuch, vorausgesetzt natürlich, man kann sich für Schokodinge begeistern.



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