viverrida: (kruemelmonster)
Es begab sich vor zwei Wochen (und zwei Tagen), dass ich die schon mehrfach aufgeschobene (und ich weigere mich, dafür die alleinige Verantwortung zu übernehmen) Holunderblütensammelaktion dann doch mal durchgesetzt habe.
"Holunder ist verblüht", haben sie gesagt. "Dafür ist es jetzt einfach zu spät", haben sie gesagt.
Unter Einsatz eines Regenschirms (Mit gebogenem Griff. Zum Äste in erreichbare Höhe Ziehen.) und einer gehörigen Portion "will aber!" habe ich sie eines besseren belehrt und – mit einiger Not und Mühe, ich geb's ja zu – genug Blüten für einmal Sirup zusammenbekommen. Immerhin hatte ich mir den Sirupzucker dafür extra aus Österreich mitbringen lassen, da konnte ich ja schlecht bis nächstes Jahr mit der Verarbeitung warten. (Auch wenn der Zucker natürlich ein paar Jahre haltbar ist. Ach.)
Sehr praktisch, das Gemisch; letztes Jahr von einer Kollegin meiner Mutter als Urlaubsmitbringsel erhalten und für sehr gut befunden. Man muss sich keine Gedanken um Zutatenmengen machen und das Ergebnis schmeckte ausgezeichnet. (Ist auch tatsächlich nur Zucker mit Zitronensäure, also nix drin, was einen sonst gerne mal von Fertigdingen fern hält.)
Den diesjährigen Sirup hab ich inzwischen auch schon probiert. Und für gut befunden. Manchmal führt "will aber!" eben doch zum Ziel.
viverrida: (Nanny)
Ausnahmsweise mal kein essenstechnisches Gemecker, sondern ausgesprochene Zufriedenheit. *g*
Schokopudding wollte ich schon länger wieder mal, heute war mir allerdings nach einem etwas nahrhafteren Nachtisch, also habe ich spontan Pudding mit Grießbrei kombiniert.

Man nehme:
1/2 Liter Milch
2 EL Grieß (Hart- oder Weichweizen dürfte egal sein)
2 EL Kakao
1 EL Stärke
2 EL (leicht gehäuft) Zucker
~1 TL Vanillezucker

Den Großteil der Milch (nicht alles!) in einem Topf erhitzen, Grieß darin kochen, bis er weich ist (10 - 20 Minuten, je nach persönlicher Vorliebe), dabei immer fleißig mit dem Schneebesen umrühren, damit nichts am Topfboden festsitzt und anbrennt.
Währenddessen Kakao mit Stärke und Zucker vermischen (sorgfältig, wenn man nachher keine Stärkeklumpen im Pudding will), nach und nach mit der noch kalten Restmilch anrühren, zum weichen Grießbrei in den Topf kippen und noch etwa zwei Minuten mitkochen.
In eine Schüssel kippen, abkühlen lassen (oder auch nicht *hust*), genießen.
viverrida: (augen)
... sollte man um die Küche besser einen Bogen machen. Heute war wieder so einer. Anfang (und Höhepunkt) waren die Basilikumgnocchi, die sich heute Mittag nach etwa zwei Minuten im Wasser, in dem sie hätten garen sollen, in ihre Bestandteile aufgelöst haben. Und dabei hat das Rezept beim ersten Versuch im Sommer so gut funktioniert! Hmpf. Gab es halt Gnocchisuppe. War auch lecker, stand aber in keinem akzeptablen Verhältnis zum Arbeitsaufwand.
Dann habe ich es auch noch geschafft, zwei (zwei!) Ladungen schwarzes entschieden zu dunkles Brot zu produzieren. Ich meine, ich weiß ja, dass der Ofen ein bisschen eigen ist, aber gar so kreativ müsste er bei der Interpretation der Temperatureinstellungen jetzt auch nicht sein. Besser als nicht richtig durchgebacken, ja, aber nervig ist es trotzdem. Immerhin war er bei der Pizza kooperativ, die es zum Abendessen gab. Das versöhnt mit diesem Tag der kulinarischen Fehlschüsse. Fast.
viverrida: (kruemelmonster)
Habe ich heute nicht gemacht, aber ich muss gestehen, ich war versucht es zu tun. Nachdem die Innenbeleuchtung des Ofens vor kurzem dem Geist aufgegeben hat, ist das mit Dingen, die man im Auge behalten will so eine Sache.
In dem Fall waren es Mandelmakronen, weil noch drei Eiweiß übrig waren, die weg mussten. Also Eischnee geschlagen, mit Zucker, ein bisschen Zitrone und gemahlenen Mandeln vermischt, und auf (ebenfalls übrige) Oblaten gesetzt. Dabei davon ausgegangen, dass sich der "Teig" ähnlich dem der Kokosmakronen verhalten würde, weil ja schließlich in beiden Rezepten steht "mehr trocknen als backen". Falsch gedacht. Die kleinen Häufchen sind, kaum dass sie im Ofen waren – und gänzlich anders als die Kokosmakronen – plötzlichem Expansionsdrang verfallen und haben sich in sämtliche Richtungen ausgedehnt. Was ein bisschen unpraktisch war, groß und (fast) oblatenbedeckend wie ich sie gemacht hatte. Hmpf.
Immerhin sah das Ganze am Ende doch nicht komplett wie eine Riesenmakrone aus, und abgesehen davon, dass sie eben alle leicht zusammengewachsen waren, sind sie eigentlich ganz hübsch geworden, meine Mandelmakronen. Abgesehen von den fünf "Übrigen", die nicht mehr aufs erste Blech gepasst haben, für die ich aber nicht nochmal eine Dreiviertelstunde vor dem Ofen Wache halten wollte, weswegen ich sie auf ein Miniblech und das auf ein Gitter verfrachtet habe, das ich dann etwa im 10-Minutenabstand von über nach unter dem anderen Blech bewegt habe. Was lernen wir daraus? Auch in einem Ofen mit Ober- und Unterhitze kann man mehr als ein Blech Plätzchen auf einmal backen. Es ist nur... ein bisschen aufwändig. *hust*
... Durch diese ständigen Umzüge sind die letzten Fünf ein bisschen in sich zusammengesackt, um zum eigentlichen Punkt dieser Ausschweifung zu kommen.

Lecker sind sie jedenfalls. Und krümelig. Sehr krümelig.
viverrida: (kruemelmonster)
Ich werde nie, niiieeee wieder über den Teig für die Nougatsterne meckern. Er ist ein Musterbeispiel an Verarbeitbarkeit, verglichen mit der Vorstufe von Zimtsternen. Fängt schon damit an, dass es die von meiner Mutter angekündigte "Konsistenz wie Kartoffelbrei" ziemlich auf den Punkt bringt: weich, matschig, unsäglich anhänglich. In Sternform bringen und in selbiger aufs Backblech bugsieren lässt er sich also nur unter Zuhilfenahme von reichlich Mehl an allem, was mit dem Teig in Berührung kommt (Finger, Ausstechform, Tisch, und am besten auch noch die zum Auswellen verwendete Frischhaltefolie). Dass man zu diesem Zwecke eigentlich Puderzucker nehmen soll, habe ich mal geflissentlich ignoriert.
Nach dem ersten Sieg über den Teig – das, was auf dem Backpapier/-blech liegt, ist tatsächlich als Sterne zu erkennen – kommt aber erst das eigentliche Problem. Da muss noch ein Zuckerguss drauf. Was natürlich wunderbar funktioniert, weil die Sterne gut bemehlt üüüberhaupt nicht rumrutschen, wenn man sie bepinselt, und sich auch bestens festhalten lassen, weich wie sie sind. Jahaha. Wobei das alles ja gar nicht so schlimm wäre, wenn, ja wenn das, was dann letztlich aus dem Ofen kam, ein bisschen weniger wie Supernovae und ein bisschen mehr nach Sternen ausgesehen hätte. Hmpf. Und nein, Fotos gibt's davon keine. :p
viverrida: (kruemelmonster)
Wobei heute kein Kuchen dran war, sondern Brot und zwei Sorten Weihnachtsplätzchen. Oder besser gesagt anderthalb, weil die Nougatsterne mangels Moccabohnen noch nicht fertig sind. War aber auch besser so, sie haben mich ohne die Kuvertüre-Pinselei schon genug geärgert. Es wird mir auf ewig ein Rätsel bleiben, wie ein Teig so bröselig und beim Auswellen brüchig und gleichzeitig so klebrig sein kann, dass es absolut nicht möglich ist, ihn anders auszuwellen, als zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie. Wieviel Spaß das macht, muss ich wohl nicht extra erwähnen.
Dafür sind die Schneeflöckchen, die dieses Jahr Premiere haben, ziemlich gut geworden. Und irgendwie hübsch, finde ich:


(im Original etwas weniger gelbstichig; und natürlich nicht so unscharf *hust*)

Der Weg dahin war allerdings ein wenig ... mühsam. Der fertige Teig war erstmal sehr weich ("gut formbar" hieß das im Rezept), was beim Rollen formen aber nicht weiter gestört hat. Außerdem mussten die fertigen Rollen eh in den Kühlschrank. Für eine Stunde. Ahahaha. Danach waren sie dann alles andere als weich, sondern eher so, dass man jemanden damit hätte erdolchen können. Nuja. Es ist ja ganz nett, wenn die Rollen nicht völlig zermatschen, wenn man sie in Stücke schneidet. Problematisch wird es dann, wenn man selbige Stücke mit einer Gabel plattdrücken soll. Nennen wir das Ergebnis des ersten Versuchs einfach mal "interessant". Also die restlichen Stücke zuerst mit den Fingern plattgedrückt – und die noch nicht zerschnittenen Rollen auf* den Ofen gelegt – und dann mit der Gabel das Rillenmuster eingedrückt: auf die Art sind die Ränder der Plätzchen nicht mehr völlig ausgefranst und die hochstehenden Teile des Musters (also das zwischen den Rillen, hat das einen Namen?) waren nicht mehr knapp einen Zentimeter hoch und ebenfalls ausgefranst. Wunderbar. Nach dem Backen noch mit Puderzucker bestäubt, fertig. Sehr bröselig, sehr leicht, und irgendwie schneeflockig. *g* Ich glaube, die gibt's noch öfter.


* Ja, auf. Der Ofen ist alt, da wird auch die Abdeckhaube überm Kochfeld schön warm.

Profile

viverrida: (Default)viverrida

October 2016

M T W T F S S
     1 2
3456789
10111213141516
17181920212223
24252627282930
31      

Syndicate

RSS Atom

Style Credit

Expand Cut Tags

No cut tags
Page generated Jul. 21st, 2017 02:47 am
Powered by Dreamwidth Studios